… als Mensch

Rhei­ni­sche Froh­na­tur mit unbän­di­ger Lust am Leben beschreibt mich wohl am bes­ten…

In Köln gebo­ren, habe ich schon von Kin­des­bei­nen an die wich­tigs­ten Lebens­ma­xi­men ver­in­ner­licht: Et es wie et es. Et kütt wie et kütt. Un et hät noch emmer joot jejan­ge. Egal was kam – ich habe immer ver­sucht, das Bes­te dar­aus zu machen. Wo ande­re sagen: „Das Glas ist halb leer.”, ist für mich das Glas halb voll.

Auch wenn mei­ne letz­ten Jah­re durch Krank­heit und zahl­rei­che Ope­ra­tio­nen geprägt waren und ich oft dach­te, dass es mir den Boden unter den Füßen weg­reißt, habe ich mich nicht unter­krie­gen las­sen. Von den Mög­lich­kei­ten „Auf­ge­ben”, „Nach­ge­ben” und „Alles geben” war mei­ne Opti­on immer „Alles geben!”, auch wenn es mir oft genug schwer fiel.

Das Zitat Her­mann Hes­ses „Man muß das Unmög­li­che ver­su­chen, um das Mög­li­che zu errei­chen.” ist für mich zu einem Lebens­mot­to gewor­den.

Ich habe erkannt, dass ich nur ein Leben habe und es an mir liegt, was ich dar­aus mache. Jeden Stein, der mir in den Weg gelegt wird, kann ich bei­sei­te räu­men. Es ist nicht wich­tig, wie lan­ge ich dafür brau­che, ob mit Hil­fe oder allein. Es zählt nur, dass ich es schaf­fe.

Heu­te ste­he ich wie­der mit bei­den Bei­nen mit­ten im Leben.

Ich bin berufs­tä­tig und zei­ge als Anwen­dungs­tes­te­rin und Pro­the­sen­mo­del, was mit einer Pro­the­se alles mög­lich ist. Und das ist mehr, als manch einer glau­ben mag …


Das sagen ande­re über Sig­run Pas­selat als Mensch:

„Du bist und bleibst die bes­te Mama, all die Jah­re hast du gekämpft. … Sie war schon frü­her so, dass sie ger­ne ande­ren gehol­fen und sich hin­ten ange­stellt hat … Jeder ist nun mal so wie er ist .” – Ann-Kath­rin Pas­selat, Toch­ter, Wup­per­tal

„Respekt und Hut ab!” – Bernd Lynack, Mit­glied des Nie­der­säch­si­schen Land­tags, Hil­des­heim

„Ich ken­ne Sig­run nun auch schon sehr lan­ge und konn­te Ihren Lei­dens­weg (nicht nur die Ampu­ta­ti­on) eine gan­ze Wei­le mit­er­le­ben. Sie hat nicht ein­mal gejam­mert oder sich beschwert. Sie hat zwei wun­der­vol­le Kin­der groß­ge­zo­gen, immer ein offe­nes Ohr und alles getan, dass es ande­ren Men­schen gut geht. Ich fin­de ihre Ent­wick­lung bom­bas­tisch. Lei­der hat sie für den ver­dien­ten Erfolg viel Lehr­geld bezah­len müs­sen, umso mehr erfreut es mich zu sehen, dass sie immer noch die lie­bens­wer­te Per­son ist, die ich ken­nen­ge­lernt habe.” – Uschi Cujé, Wup­per­tal

„Es ist so gut, dass es Men­schen gibt, die ande­ren ein wenig Unter­stüt­zung geben kön­nen. … Lei­der gibt es immer wie­der Leu­te, die es nicht ver­ste­hen kön­nen. Sig­run ist ein tol­ler Mensch. Hut ab!” – Moni­ka Pelz, Eiben­stein /​Öster­reich